Was ist Kratom?
Kratom ist der Handelsname für das getrocknete Blatt des südostasiatischen Baumes Mitragyna speciosa. Die Pflanze gehört zur Familie der Rötegewächse und ist damit eine nahe Verwandte der Kaffeepflanze. Auf dieser Seite ordnen wir das Thema für dich ein: von der Botanik über die Herkunft bis zu den Inhaltsstoffen. Als Team von kratom.eu arbeiten wir seit Jahren direkt mit Partnern in Indonesien zusammen und legen besonderen Wert auf belegbare, nachvollziehbare Informationen – ohne Marketing-Versprechen.
Was ist Kratom botanisch gesehen?
Kratom ist der umgangssprachliche Name für den Baum Mitragyna speciosa aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Botanisch ist er damit eng mit Kaffee- und Chinarindenbäumen verwandt.
Der Baum wurde 1839 durch den niederländischen Botaniker Pieter Willem Korthals erstmals wissenschaftlich beschrieben. Erwachsene Exemplare können je nach Standort zwischen 3 und 30 Metern hoch werden und bilden ein dichtes, immergrünes Blätterdach.
Die wissenschaftliche Systematik im Überblick:
- Wissenschaftlicher Name: Mitragyna speciosa (Korth.) Havil.
- Ordnung: Gentianales (Enzianartige)
- Familie: Rubiaceae (Rötegewächse)
- Unterfamilie: Cinchonoideae
- Gattung: Mitragyna
Eine ausführliche botanische Einordnung bietet auch der Eintrag bei Wikipedia zum Kratombaum.
Wo kommt Kratom ursprünglich her?
Der Kratombaum stammt aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Seine natürliche Heimat sind Indonesien, Thailand, Malaysia und Myanmar.
In diesen Ländern ist die Pflanze seit Generationen kulturell verankert. Besonders auf Borneo, wo wir einen großen Teil unserer Chargen beziehen, hat der Baum eine lange Tradition in ländlichen Gemeinschaften. Das Klima dort – heiß, feucht, nährstoffreicher Boden – schafft die Bedingungen, unter denen sich das charakteristische Alkaloidprofil besonders gut ausbildet.
Unter welchen Bedingungen wächst der Kratombaum?
Mitragyna speciosa bevorzugt feuchte, morastige Böden mit hoher Luftfeuchtigkeit und viel Nährstoffangebot. Junge Pflanzen sind empfindlich gegenüber starker Sonne und Wind.
In der Regenzeit bildet der Baum besonders viele neue Blätter aus, nachdem er in der Trockenzeit Laub abgeworfen hat. Diese Wachstumsdynamik prägt den traditionellen Erntekalender in den Anbauregionen: Geerntet wird überwiegend in den feuchteren Monaten, wenn das Blattwerk dicht und das Alkaloidprofil ausgereift ist. Details dazu findest du auch im Artikel über den Unterschied zwischen Plantagen- und Wild-Kratom.
Welche Inhaltsstoffe machen Kratom besonders?
Bis heute konnten in Kratom über 25 verschiedene Alkaloide wissenschaftlich nachgewiesen werden. Die beiden bekanntesten sind Mitragynin im Blatt und 7-Hydroxy-Speciociliatin in den Früchten.
Das Gesamtprofil der Inhaltsstoffe unterscheidet sich je nach Anbaugebiet, Reifezeit und Verarbeitung der Blätter. Interessant ist auch das Alkaloid Epicatechin, das sich zusätzlich in Kakao findet – ein kleines Detail, das die enge botanische Nachbarschaft von Kratom zu anderen tropischen Nutzpflanzen verdeutlicht.
Genaue Werte zu Mitragynin und weiteren Alkaloiden für unsere Markenprodukte von bigtrea findest du bei dem Kratom Großhandel bigtrea Labortests.
Wie sehen Kratom-Blätter aus?
Die Blätter des Kratombaums sind gegenständig angeordnet und deutlich gegliedert. Sie bestehen aus einem Blattstiel von etwa 2 bis 4 Zentimetern Länge und einer einfachen, länglich-ovalen Blattspreite.
Typische Maße der Spreite:
- Länge: 8,5 bis 30 Zentimeter
- Breite: 5 bis 16 Zentimeter
Charakteristisch für die Pflanze sind die feinen Blattadern, deren Farbe traditionell die drei Haupt-Typen benennt: rote, weiße und grüne Blattadern – die sogenannten Vein-Farben.
Was bedeuten die Bezeichnungen Red, Green und White wirklich?
Red, Green und White können sich entweder auf die Farbe der Blattadern am lebenden Baum oder auf die Farbe des fertigen Pulvers beziehen. Die Farbnamen sind damit keine verlässliche Sortenangabe, sondern nur eine grobe Orientierung.
Ein Beispiel: „Rotes Kratom" muss nicht zwingend aus rot geäderten Blättern stammen – rötliche Pulver können auch durch eine Nachbearbeitung wie Fermentation entstehen. Das gleiche Ausgangsmaterial kann so je nach Trocknung und Fermentation als Weiß, Grün oder Rot auf den Markt kommen. Wer sich ausschließlich an der Farbe orientiert, bekommt deshalb nie ein vollständiges Bild.
Eine belastbare Aussage über die Qualität und den Charakter einer Charge liefert im Idealfall nur das Alkaloidprofil aus einer Laboranalyse. Genau deshalb veröffentlichen wir für unsere Chargen die Werte offen über unsere Labortests – damit du jenseits der Farbnamen einschätzen kannst, was tatsächlich im Pulver steckt.
Welche Kratom-Sorten gibt es?
Aus den drei Farbtypen – Rot, Weiß und Grün – ergeben sich die gängigen Sorten im Handel. Wichtig ist, diese Einteilung als Orientierung zu verstehen und nicht als festes Qualitätsmerkmal.
Welche regionalen Linien es gibt – etwa Borneo, Bali oder Maeng Da – und wie die Farbbezeichnungen im Detail zu lesen sind, zeigen wir dir im Sortenguide: Kratom-Sorten im Überblick.
In welchen Formen ist Kratom erhältlich?
Im modernen Handel wird Kratom hauptsächlich als Pulver, als Extrakt oder in Kapselform angeboten. Historisch wurden die Blätter oft zerstoßen („crushed") oder zu harzigen Extrakten weiterverarbeitet.
- Kratom Pulver – fein vermahlenes Blatt, die gängigste Form im europäischen Handel.
- Kratom Extrakte – aufkonzentrierte Auszüge, inklusive wasserlöslicher Varianten wie KRAID.
- Kratom Kapseln – Pulver in vordosierten, geruchsneutralen Kapseln.
Unabhängig von der Produktform gilt der Grundsatz: Kratom-Produkte gehören außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt.
Unter welchen Namen ist Kratom noch bekannt?
In den Ursprungsländern und in der wissenschaftlichen Literatur begegnet man Kratom unter einer ganzen Reihe von Synonymen. Die wichtigsten davon sind:
- Krathom – die offizielle thailändische Schreibweise
- Biak und Biak-Biak – gebräuchlich in Malaysia
- Ketum – ebenfalls malaiisch
- Ithang, Kakuam, Krton – weitere regionale Varianten
- Mabog und Mambog – traditionelle Namen von den Philippinen
Wer sich tiefer einlesen möchte, findet weitere Grundlagen rund um Anbau, Herstellung und Qualität gebündelt in unserem Kratom Blog.

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